China

China – Ein Vorwort

Kaiser Pu Yi in Tongli / China

Bevor ich euch virtuell mit auf unsere Reise durch China nehme und in den folgenden Blogeinträgen über unsere Erlebnisse und persönlichen Erfahrungen berichte, will ich euch zum besseren Verständnis ein wenig über dieses Land aufklären. – Wie ist das Reich der Mitte entstanden und auf seine jetzige Größe herangewachsen? Was hat die Menschen dort über Tausende von Jahren hinweg geprägt, und was beschäftigt sie in der heutigen Zeit? Wo sieht sich China aktuell selbst, und wie wird es von der restlichen Welt wahrgenommen? Und nicht zuletzt: Was hat dieses Land an Attraktionen zu bieten und welche Kulturschätzen uns hinterlassen? Das und jede Menge weitere Lesetipps könnt ihr nun >>hier<< erfahren…

Beijing

Peking-Stadt & Umgebung

Tian Tan Himmelstempel in Beijing / China

Wer kennt sie nicht, die Verbotene Stadt in Peking? Doch Chinas Hauptstadt hat noch 1000 weitere Gründe, warum man ihr unbedingt einen Besuch abstatten sollte. Der Himmelstempel mit der Halle des Erntegebets und dem Himmelsaltar ist ein absolutes Highlight. Nur schwer kommt man am größten Platz der Welt – dem Tian’an Men Platz – mit seinen Gebäuden im Sowjetstil vorbei, in dessen Mitte noch immer Mao „lebt“. Auch wenn Meister Kong in Qufu geboren wurde, sollten man den stillen Konfuziustempel durchaus aufsuchen; schließlich hat kaum ein anderer Philosoph das Chinesische Volk so maßgeblich geprägt. Der Lamatempel hingegen ist stark verhangen vom Dunst der Räucherstäbchen; hier treffen sich nicht nur Buddhisten zum täglichen Gebet. – Aber auch die nähere Umgebung Beijings lockt mit weiteren Attraktionen: Der Neue Sommerpalast am Kunmingsee – mit seinen unzähligen Tempeln und Wandelgängen – war zu Kaiserszeiten ausschließlich der Obrigkeit vorbehalten. Inzwischen tummeln sich hier Scharen von Touristen und versuchen etwas von dem alten Geist einzuhauchen. And last but not least die Gräber der Ming-Kaiser; insbesondere von Chang Ling (Yongle), der einst die Hauptstadt wieder nach Peking verlegt hat, und von Kaiser Wanli (Ding Ling), dessen Grabkammern als einziges freigelegt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Lest dazu nun >>hier<< meinen Reisebericht…

Hebei

Die Große Mauer – von Gubeikou nach Jinshanling

Chinesische Mauer bei Jinshanling / China

Die Chinesische Mauer zählt zu den 7 Weltwundern der Neuzeit. Zu Recht! Natürlich konnten wir es uns unmöglich entgehen lassen, dieses imposante Bauwerk einmal mit eigenen Augen zu sehen. Doch dem nicht genug, auf einer einsamen, herausfordernden Tageswanderung – von Gubeikou nach Jinshanling – sind wir sogar noch auf uralte Mauerreste aus der Qin-Dynastie (ca. 200 v. Chr.) gestoßen. Auch am Abend war es noch lange nicht vorbei, und so ging es noch einmal hinauf auf den Mauerabschnitt von Simatai, um dort einem ganz außergewöhnlichen Feuerwerk beizuwohnen. Zu diesem sehr persönlichen Reisebericht und einer ausführlichen Fotodokumentation gelangt ihr nun >>hier<<...

Chengde

Tempel Putuo Zongcheng in Chengde / China

Wurde es früher den Kaisern in der Verbotenen Stadt zu heiß, flüchteten sie sich samt Hofstaat ins 230 km entfernte, von Bergen umgebene Chengde im Norden von Hebei. Zu repräsentativen Zwecken liessen sie um die gigantische Anlage der Sommerresidenz die 8 äußeren Tempel errichten. Doch der Schein trügt, hinter der buddhistisch-tibetischen Fassade stecken in Wahrheit meist Chinesische Klöster. Meinen vollständigen Reisebericht und einen Blick hinter die Kulissen, gibt es nun >>hier<< zu sehen…

Shanxi

Datong – Hängendes Kloster & Yungang-Grotten

Yungang-Grotten in Datong / China

Aufgrund seiner strategisch günstigen Lage an der Mauer und der Nähe zur Mongolei, war Datong schon immer von militärischer Bedeutsamkeit. So war es nicht weiter verwunderlich, dass die Kaiser der Nördlichen Wei im 5. Jahrhundert diesen Ort zu ihrer Hauptstadt erkoren. In jener Zeit übernahm man auch von den Klöstern der Seitenstraße den Buddhismus als neue Staatsreligion. Im Zuge dessen entstand eins der größten, bekanntesten und herausragendsten Kunstwerke Chinas – die buddhistischen Yungang-Grotten, mit ihren sagenhaften 252 Höhlen. Aber auch das 50 Meter über dem Boden Hängende Kloster, in den Bergen des Heng Shan, ist dem Wirken der Nördlichen Wei zu verdanken. Während man einst noch daran glaubte, durch den Schwebenden Tempel den Fluss Hun besänftigen zu können, der regelmäßig für Überschwemmungen sorgte, dürfen inzwischen die Touristen ihre Schwindelfreiheit testen. Datong hingehen musste als kaiserliche Hauptstadt abdanken, machte in der Neuzeit als Kohlehauptstadt Furore und versucht sich nun neu zu erfinden. >>Hier<< nun mein vollständiger Reisebericht…

Pingyao

Glockenturm von Pingyao in Shanxi / China

Kopfsteingepflasterte Gassen, wundervoll verzierte Fassaden, tausende von Laternen – man könnte immer und immer wieder über die Nan Dajie und Dong Dajie von Pingyaos Altstadt spazieren. Wenn man durch die antiken Wohnhöfe der einstigen Kaufleute wandelt, gerät man fast schon ins Träumen und fühlt sich direkt zurückversetzt in die Zeiten der Ming und Qing, als in dieser kleinen Stadt noch reger Handel betrieben wurde, und sie den Ton in Chinas Finanzwelt angab. Die Rishengchang Bank war das erste Geldinstitut des Landes; hier wurde das erste Papiergeld gedruckt, Schecks und der Geldtransfer eingeführt. 4000 historische Gebäude zeugen vom einstigen Reichtum Pingyaos; 18 dieser historischen Kaufmannsresidenzen kann man sogar besuchen. Zum Schutz wurde eine 12 m hohe Mauer um die Altstadt gezogen; die als die am besten erhaltene des Landes gilt. – Ihr denkt nun vielleicht „alles Kulisse“, aber weit gefehlt, die mingzeitliche Stadt steckt voller Authentizität; die Gebäude sind genauso echt wie ihre 30000 Einwohner. Nicht umsonst wurde die Altstadt Pingyaos 1997 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. – Wenn ihr euch nun auf die Spuren der antiken Bankenwelt begeben oder vielleicht auch ein bisschen träumen wollt, dann folgt mir einfach >>hier<<

Shaanxi

Xi’an & Terrakotta-Armee

Terrakotta-Armee in Xi'an / Shaanxi / China

Shaanxi, die Wiege Chinas? – Na jedenfalls wurde hier unter Qin Shi Huangdi das Reich der Mitte zum ersten Mal geeint. Dass der Kaiser sich dabei womöglich nicht allzu beliebt gemacht haben wird, kann man sich nur zu gut vorstellen. Somit befehligte er noch zu Lebzeiten die Erschaffung tausender kampfbereiter Tonkrieger, die ihn vor der Rache der Seelen seiner besiegten Feinde im Jenseits beschützen sollte – seine Terrakotta-Armee. Heute kann man die zufällig entdeckte, über 2200 Jahre alte Ausgrabungsstätte besichtigen; und das sollte man sogar, zählt sie doch zu den spektakulärsten archäologischen Funden der Welt. Doch auch die Hauptstadt Xi’an, damals noch Chang’an, hat so Einiges zu bieten. Als Endpunkt an der Seidenstraße, wurde hier nicht nur reger Handel betrieben, sondern es schwappten darüber auch viele Einflüsse ins Reich; wie der Buddhismus und auch die Muslimische Kultur. Zu einem militärischen Stützpunkt gehörte seit jeher auch eine Stadtmauer; und kaum eine ist noch so gut erhalten wie die von Xi’an. – Spaziert nun mit mir >>hier<< über die Pflasterstraßen des historischen Befestigungswalls, den Nachtmarkt des Muslimischen Viertels oder durch die buddhistisch und daoistisch geprägten Pagoden dieser Stadt…

Henan

Luoyang & Longmen-Grotten

Vairocan-Buddha in der Fengxian Si  / Longmen-Grotten bei Luoyang / Henan / China

Longmen – das Drachentor – hört sich doch wirklich vielversprechend an, oder? Diesen Namen gab man in der Tang-Ära eben jener Schlucht, durch die sich in dieser Gegend der Fluss Yi schlängelt, und deren Felswände nun eines der berühmtesten buddhistischen Höhlensystem beherbergt. – Von den Nördlichen Wei im Jahre 493 begonnen, als diese ihre Hauptstadt von Datong nach Luoyang verlegten, dauerten die Arbeiten an den kunstvoll gestalteten Grotten über 400 Jahre und 3 Dynastien an. Das Vermächtnis jener Zeit sind rund 2000 Höhlen bzw. Nischen und fast 100000 Kalksteinstatuen. Doch auch wenn in der Vergangenheit viele Bildnisse zerstört oder entwendet wurden, bleibt einem immer noch mehr als genug zum Bestaunen. Und wer nach all dem kulturellen Schmaus nun Hunger bekommen hat, der folgt mir am Abend >>hier<< einfach noch auf den Nachmarkt in Luoyangs Altstadt…

Shanghai

Altstadt, Bund & Pudong

Skyline von Putong in Shanghai / China

Mit ihren derzeit 25,6 Millionen Einwohnern ist Shanghai Chinas größte Stadt; und Jahr um Jahr wächst sie noch weiter. Doch diese Weltmetropole kann noch mit anderen Superlativen aufwarten, so verfügt sie nicht nur über den größten Hafen des Landes, sondern auch über den größten Containerhafen weltweit. Mit dem Shanghai Tower besitzt sie ebenso das höchste Gebäude Chinas. Doch damit will sich diese Stadt noch lange nicht zufriedengeben und strebt weiter an die Weltspitze. Shanghai schläft nie, und so schießen fast täglich neue, noch höhere, noch modernere Wolkenkratzer in den Himmel; ganz besonders im Stadtteil Pudong, welcher 1990 zur Sonderwirtschaftszone erklärt wurde. – Schon Mitte des 19. Jahrhunderts erkannte man die wirtschaftliche Bedeutung dieser Stadt, was viele ausländische Händler anzog und später zur jahrelangen Konzessionszeit führte. Den Kaufleuten folgten die Weltbanken, folgten die Kriminellen, folgten die Laster, folgten die Kommunisten. Geblieben ist das koloniale Erbe am Bund und im französischen Konzessionsbezirk und eine aufstrebende, lebendige Wirtschaftsmetropole, die ich euch nun gerne weiter vorstellen möchte…
>>Shanghai – Teil 1<<
>>Shanghai – Teil 2<<

Jiangsu

Suzhou

Pan Men Landschaftspark in Suzhou / Jiangsu / China

„Venedig des Ostens“ scheint es viele zu geben, doch mit Sicherheit verfügt kein zweites über eine so große Anzahl von bezaubernden, traditionellen Chinesischen Gärten wie Suzhou, welches seinen Wohlstand dem Kaiserkanal und dem darüber betriebenen Seidenhandel zu verdanken hat. Der Große Kanal wurde zwar inzwischen nahezu trockengelegt, aber noch immer gibt es Ecken, wo man sich in die vergangenen Tage zurückversetzt fühlen und sich über das Wasser schippern lassen kann. Mit dem Pan Tor steht in dieser Stadt auch das einzige Land- und Wassertor Chinas. Und wenn man am Abend >>hierher<< kommt, kann man den Einheimischen dabei zuschauen, wie sie ihre Kampfkünste ausüben und nebenbei noch den Sonnenuntergang über Suzhou erleben…

Tongli

Komoranfischer in Tongli / Jiangsu / China

15 Kanäle, 49 Steinbrücken, unzählige historische ming- und qing-zeitliche Gebäude – all das zeichnet das mehr als 1000 Jahre alte, am Kaiserkanal gelegene, Wasserstädtchen aus. Ob man nun entlang der Kanäle wandelt, um die alten Wohnkomplexe mit ihren privaten Gärten zu besuchen oder sich mit einer Gondoliere über das Wasser staken lässt, Tongli ist von allen Seiten aus gesehen ein wahres Erlebnis und eine Reise absolut wert. Lasst euch >>hier<< nun mit meiner Hilfe von diesem wunderschönen Flecken Erde verzaubern…