Sächsische Schweiz – September 2017

13.09.2017 / Nasser Grund – Wilde Hölle – Carolafelsen – Schrammsteine – Hohe Liebe

Ich habe nicht zu viel versprochen, es sollten dieses Mal tatsächlich nicht erst wieder 5 Jahre vergehen bis wir in die Sächsische Schweiz kommen würden. Beseelt von dem Wunsch, endlich einmal die Schrammsteine zu besichtigen, habe ich mir schon daheim über eine ansprechende Runde Gedanken gemacht, die unseren konditionellen Anforderungen gerecht wird.
Bei meinen Recherchen bin ich auch auf die Häntzschelstiege gestoßen und hatte schnell Blut geleckt.

Nach 5 Stunden Fahrt stand wir 9 Uhr am Parkplatz „Nasser Grund“.

Über die Eulentilke ging es nun bis zur Unteren Affensteinpromenade. Der Herbst zeigte sich von seiner schönsten Seite, und noch waren wir frohen Mutes.

Dank einer guten Wegbeschreibung war der etwas versteckte Einstieg zur Häntzschelstiege auch rasch gefunden, und wenig später standen wir am einzigen richtigen Klettersteig der Sächsischen Schweiz.
Nun bin ich in meinem Eintrag „Klettersteig Häntzschelstiege“ ja schon darauf eingegangen und will nicht alles noch einmal ausführen.

Fakt ist jedenfalls, dass wir aufgrund schlechten Wetters und weiteren Unzulänglichkeiten dieses Vorhaben leider abbrechen mussten. Doch wir hatten zum Glück ja noch einem Plan B in petto, und so ging es wieder ein Stück zurück und über die „Wilde Hölle“ zum Carolafelsen.

Schnell konnten wir unsere Enttäuschung gegen ein aufrichtiges Glücksgefühl austauschen. Die Stiege durch die Wilde Hölle ist wahrlich ein idyllisches Fleckchen. Über kleine Felstreppen, Leitern und Klammern bewegt man sich durch ein landschaftliches Paradies. Nur sollte man bei allem Schwärmen etwas Obacht geben, damit man auf den nassen Steinen nicht ins Rutschen kommt.

Auf dem Carolafelsen angekommen, konnten wir nun das erste Mal unsere Blicke auch etwas in die Ferne schweifen lassen und u.a. die Affensteine von oben sehen. Dann halt so. 😉
Der Wind wurde unterdessen immer heftiger, so dass man aufpassen musste, dass es einem nicht alles davon bläst. Also war es doch wohl gar nicht so falsch, dass wir uns gegen die Häntzschelstiege entschieden hatten.


Weiter ging es über Stock, Eisen und Stein, immer wieder vorbei an bizarren Felsformationen, bis wir schließlich an den Punkt kamen, wo wir im Jahr zuvor aufgrund des Hundes zum Umkehren gezwungen waren. Doch heute konnte uns nichts und niemand mehr aufhalten, auf dem Weg zur Schrammsteinaussicht. 

Hin und wieder mussten wir eine etwas ausgesetztere Passage überwinden, was bei dem Sturm für etwas Magenkribbeln sorgte.

Aber einmal oben angekommen, war alle Höhenangst vergessen, und wir genossen den Ausblick in vollen Zügen. Das war es wirklich wert, dass wir hierher zurück gekommen sind. 


Auch der Weg hinüber zur „Hohen Liebe“ ist noch einmal ganz nett gewesen, aber irgendwann ist man von den Eindrücken übersättigt. Noch zudem, wo eine lange Nacht uns in den Knochen steckte und der ständige Wind unsere Körper so langsam auszehrte. So wurde aus dem letzten Ziel wohl eher eine „Kühle Liebe“,

und wir waren froh als wir uns in Bad Schandau bei lecker Bratkartoffeln, Sülze und Bauernomelette wieder gescheit aufwärmen konnten.

 

markiert

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.