Sächsische Schweiz – Ostern 2011

Schon als kleines Mädchen habe ich es geliebt, mit meinen Eltern und meiner kleinen Schwester in die Sächsische Schweiz zu fahren. Jedes Jahr zu Ostern haben wir uns in dieses einzigartig Gebirge mit seinen bizarren Sandsteinformationen aufgemacht, um zu wandern, ein wenig zu kraxeln und ein paar wenige Höhlen zu erkunden. Mutti hatte stets lecker Brötchen, Kartoffelsalat, Würstchen und auch ab und an mal einen Kuchen vorbereitet, und so wurde der Ausflug immer durch ein Picknick im Freien bereichert. Was gibt es Schöneres für ein Kind, na zumindest für mich? Manu hat sich das ein oder andere Mal nach der Halbzeit doch betteln lassen, während ich, als stolzer Träger einer unserer 2 Rucksäcke, möglichst noch vor Vati vorweg gerannt bin.
Immer wieder gerne habe ich mich an diese Zeiten zurück erinnert und wollte nun endlich auch einmal Flo zeigen, wie es in „unseren“ Bergen aussieht. 2011 war es endlich soweit, und es sollten noch einige weitere Touren folgen.

02.04.2011 / Rathen-Bastei-Schwedenlöcher-Amselfall-Lilienstein

Da es nun doch schon sehr lange her ist, kann ich mich inzwischen nicht mehr an jedes Detail unserer Tour erinnern, was jetzt aber auch überhaupt nicht wichtig ist. Zumindest sicher ist, dass wir in Wehlen uns per Fähre an das andere Elbe-Ufer übersetzen lassen haben und dann vom Kurort Rathen aus gestartet sind. 

Mir ist zu Beginn einfach nur wichtig, auf den Klassiker hinzuweisen, der zwar von jedem besichtigt wird, aber nun einmal zur Sächsischen Schweiz gehört wie die „Verbotene Stadt“ zu Peking. Ich rede von der berühmt-berüchtigten Bastei mit seiner 76,5 Meter langen Sandstein-Brücke, die sich über die 40 Meter tiefe Martertelle (Schlucht) spannt und von der man auch einen herrlichen Ausblick auf die skurrilen Felsen genießen und dabei den ein oder anderen aktiven Kletterer zuschauen kann. 

Die Basteiaussicht selbst ist inzwischen aus Sicherheitsgründen gesperrt, aber laut Internet soll man immer noch genug zu sehen bekommen. 😉


Auf den Abstieg über die Schwedenlöcher habe ich mich auch schon gefreut. Es war früher schon immer ein kleines Abenteuer, über die rutschigen, feuchten Treppen zwischen den Felsspalten in die klammartige Schlucht hinab zu steigen. 

Ihren Namen hat sie aus dem 30jährigen Krieg erhalten, wo das ehemals nördlich gelegene Dorf von den Schweden zerstört wurde, und die dort ansässigen Bauern sich nun in diese schwer bezwingbare Schlucht zurück zogen und hier ihr Hab und Gut in Sicherheit brachten. Auch in der Folgezeit wurde sie während kriegerischer Auseinandersetzungen immer wieder gern als Rückzugsgebiet genutzt.

Am Amselsee und -fall entlang ging es vorerst wieder einmal zurück nach Rathen und nach einigen Umwegen, die mein Vater gerne auch „Abkürzer“ nennt, steuerten wir noch den markantesten Tafelberg der Sächsischen Schweiz, den Lilienstein, an.

Danach haben sich allerdings unser aller Füße gefreut, noch einmal kurz den Service der Fähre zu nutzen und später unseres persönlichen Chauffeurs, Dietmar.

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