Bergtour Hirschhörnlkopf-Jochberg – November 2018

14.11.2018 / Hirschhörnlkopf-Kotalm-Jochberg

Auch diese Tour hatten wir in Teilen schon im Winter gemacht. Wir waren nun also sehr neugierig, wie es zu einer anderen Jahreszeit dort oben aussieht und ebenso wie die Wege sind.
Von der Jachenau ging es als erstes verhältnismäßig entspannt hinauf zum Hirschhörnlkopf. Haben wir uns vor fast einem Jahr noch bei Schnee und Sturm zum Kreuz gekämpft und dabei gar nicht allzu viel sehen können, herrschte heute für Novemberverhältnisse fast schon ein zu schönes Wetter mit einer prima Fernsicht. 
In Blickrichtung Pfundalm konnten wir ganz links auf die Benediktenwand schauen, und im Nebelmeer haben wir versucht, den Juifen und den Guffert auszumachen.

Im Westen war der Jochberg nun zum Greifen nah, und hinterm Walchensee spitze der Heimgarten und Herzogstand hervor, während sich Kochel in dicke Watte hüllte.

Doch am schönsten war der Blick tief hinein ins Karwendel, wo die Wolken die Gipfel wie die Gicht überschäumten. So darf ein Morgen schon gerne mal beginnen.


Dass wir damals etwas unsere Not hatten, den Weg zur Kotalm hinunter zu finden, können wir nun nachvollziehen. Doch ganz so falsch hatten wir es gar nicht gemacht. 
Heute gelang es uns aber schließlich auch, von der Kotalm aus den versteckten Pfad zur Jocheralm zu finden. Da hatten wir letzten Winter ja gesucht und gesucht und letztendlich nach 3 Versuchen abgebrochen – aus lawinentechnischen Gründen sicher kein Fehler. Aber nun waren wir froh, endlich zu wissen, wo der Weg entlang geht, auch wenn der Sturm hier einige Schäden hinterlassen hat.

Eigentlich hatten wir heute gar nicht so viel Zeit, aber jetzt, wo wir so unmittelbar vor dem Jochberg standen, konnten wir doch nicht einfach daran vorbeigehen. Klar, unser Ziel war ursprünglich ein anderes, aber ein bisschen hätte es mich dann schon gewurmt, den Berg auszulassen.
Zum Glück brauchte ich Flo nicht lange überreden, mein Argument, dass wir doch gleich direkt über den Hang aufsteigen können, fand schnell seine Zustimmung. Nach nicht einmal 20 Minuten standen wir am Gipfel. Die Leute haben uns zwar etwas verwundert angeschaut, wo wir plötzlich herkommen und noch mehr, dass wir bei dem schönen Wetter nach nicht einmal 5 Minuten gleich wieder verschwunden waren, doch langsam hat es uns dann doch etwas pressiert.

Auch wenn wir sehr schnellen Schrittes wieder zur Alm hinab gestiegen sind, heißt das nicht, dass wir die Augen dabei geschlossen hatten. Noch einmal konnten wir direkt auf Herzogstand und Heimgarten am anderen Ufer des Walchensees schauen, nur der Kochelsee wusste sich heute gut zu tarnen.

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